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Die Conga, eine mit Fell bespannte Trommel aus Holz oder Fiberglas, ist aus der lateinamerikanischen Musik nicht weg zu denken und wird dort nicht Conga, sondern Tumbadora genannt. Ursprnglich stammt sie jedoch aus Afrika. Die Conga wird in der populren Tanzmusik mit Hnden, in der traditionellen kubanischen Folkloremusik mitunter auch mit Stcken gespielt. Den Vorlufer einer Conga nennt man in Westafrika Bougarabou. Die Trommeln hatten in den westafrikanischen Kulturen religise Bedeutung, waren heilig und wurden zu besonderen Anlssen und Festen gespielt. Verschiedene ost- beziehungsweise westafrikanische Vlker, die spter als Sklaven nach Lateinamerika verschleppt wurden, verehrten drei heilige Trommeln, die unterschiedlich genannt wurden und bestimmten Gttern geweiht waren. Auch heute besteht der komplette Satz Congas aus drei Trommeln mit unterschiedlichen Durchmessern und Tonhhen: Quinto (10'), Conga (11') und Tumbadora (12'). Von der musikalischen Herkunft und auch rhythmisch stark verwandt sind die Bongos.

Schlagtechniken (1): die drei Grundschlge sind a) offen b) gedmpft und c) gepeitscht ("Slap"). Der offene Schlag wird mit der flachen, ein wenig gebeugten Hand geschlagen (beim Aufliegen sollten ein paar Mnzen unter die Beuge geschoben werden knnen). Dabei ist die Hauptschlagflche vom Handballen (der auf den Trommelrand trifft) ber die Handaussenseite zu den Fingern, der Handinnenbereich wird wegen der leichten Beugung kaum zum Ton benutzt. Der Sound kommt hauptschlich aus der Kraft der Hand und dem mitunter starken Schlag aus dem Arm, weniger aus den krftigen Fingern, aber der obere Bereich der Hand formt den Klang. Es bedarf einiger bung fr eine/n Ungebte/n, den "richtigen" Klang aus der Trommel zu hren. Er soll voll und rund sein, Lautstrke kommt beim korrekten Schlag von alleine und ist nicht nur eine Frage der Kraft (aber auch...). Der gedmpfte Schlag kann einerseits mit der Faust gespielt werden, wobei diese senkrecht auf die Trommel trifft ("mit der Faust auf den Tisch hauen") und andererseits etwas galanter mit dem reinen Handballen in die Mitte des Fells geschlagen. Im Prinzip bleibt die Hand sehr hnlich in der Haltung wie beim offenen Schlag, also leicht gebeugt. Der gepeitschte Schlag, auch Slap genannt ist ohne Klangbeispiel schwierig zu erklren. Die Haltung der Hand bleibt wie beim offenen Schlag leicht gebeugt, der Handballen trifft auch hier auf den Trommelrand. Das Prinzip des Schlages ist, dem Fell einen strengen Schlag zu geben und den Klang aus den Fingerspitzen zu erzeugen. Nach dem Schlag bleibt zunchst die Hand auf dem Fell liegen, mit fortschreitender bung wird dieser "geschlossene" Slap zu einem schnellen, "offenen" Slap. Hilfreich ist es am Anfang, die Fingerspitzen nach dem Auftreffen auf das Fell ein wenig (!) zurckzuziehen. Hier ist das Timing wichtig, denn der Klang kann im Nachinein nicht mehr verndert werden, also muss dieses Zurckziehen whrend der Klangerzeugung geschehen. Der Slap ist fr die Klangunterschiede der wichtigste Schlag, weil er starke Dynamik gibt.

Schlagtechnik (2): neben den oben beschriebenen Schlgen gibt es noch eine "Wipp"-technik, manchmal auch "Heel- and Tipp-technik" genannt. Hierbei werden die Hnde von der Handwurzel (H) zu den Fingerspitzen (F) und zurck bewegt. Es berhrt entweder die Handwurzel oder die Fingerspitzen das Fell (allerdings mischt sich das in hherem Tempo etwas, was aber auch nicht tragisch ist).

Beispiel (lies von oben links nach unten rechts): O = Offener Schlag S = Slap > = Betonung H = Handwurzel F = Fingerspitzen (Tipp)

Linke Hand......Rechte Hand

  H F...........S S
                >      
  H F...........O O    
                > >

Es werden also acht regelmige Schlge ausgefhrt, zwei links, zwei rechts, zwei links, zwei rechts. Gezhlt werden diese Schlge in vier Taktschlgen, also je zwei pro Taktschlag = 4/4 Takt. Diese Spieltechnik lebt unbedingt vom lockeren Spiel, ein kurzes Stocken dazwischen sollte vermieden werden, es sei denn, es ist gewollt (und gekonnt). Wenn diese Technik beherrscht wird, galoppiert der Takt wunderbar leicht und locker und ist eine ideale Grundlage fr jeden Mitmusiker.



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Conga (Trommel) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz fr freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfgbar.


 
 

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