» Kontakt
» Impressum
  navi   » Hilfe/Faq
» Legende
    » Lexikon

Milonga ist sowohl eine Bezeichnung für einen südamerikanischen Tanz, als auch eine Bezeichnung für einen Tanzabend.

Milonga als Tanz

Musikalisch gilt die Milonga als die schnelle Vorläuferin des Tango. Sie wird im 2/4- oder 4/4-Takt notiert. Anders gesagt kann der Tango auch als eine stark verlangsamte Milonga bezeichnet werden. Eine der Milonga sehr nahe Verwandte ist die noch ursprünglichere Candombe. Milonga wird regelmäßig in enger Umarmung getanzt, was einerseits eine genaue Führung durch den Mann voraussetzt, andererseits die Fähigkeit der Frau, die Führungsimpulse zu erkennen und umzusetzen.

Milonga als Tanzveranstaltung

Ort des Tangos

Tangotänzer (als Tanguera und Tanguero bezeichnet) treffen sich zu Milongas, um zu tanzen. Rund um die Tanzfläche sind Tische angeordnet, es wird Tango, Vals oder Milonga gespielt. Jeweils 3-5 Musikstücke eines Typs bilden sogenannte Tandas, die durch kurze Intermezzi (Cortinas) musikalisch unterbrochen werden. Milongas finden regelmäßig (wöchentlich) statt, üblicherweise gibt es Tanzkurse oder Practica, also Übungsstunden, vor Beginn und Show- sowie Orchestereinlagen während der Milonga. Der Ablauf einer Milonga wird durch verschiedene Sitten geordnet, diese können durchaus von Veranstaltung zu Veranstaltung differieren. Auf einer traditionellen Milonga wird durch Aufnahme von Blickkontakt zum Tanz aufgefordert, der Mann fordert stets die Frau auf. Üblicherweise unterhält man sich zwischen den Stücken, und sei es nur darüber, dass man sich zu unterhalten habe, oder wie heiß es wieder sei. Am Ende einer Tanda bedankt und verabschiedet man sich, der Mann geleitet die Frau zu ihrem Platz zurück. Sich zu trennen, während eine Tanda noch nicht zu Ende gespielt wurde, gilt als unhöflich und demütigend. Bei weniger traditionellen Milongas (La Virute, La Catedral) sind die Riten nicht ganz so gefestigt.

Milongas in Buenos Aires

In Buenos Aires ist die Milongakultur, bedingt durch das von der argentinischen Militärdiktatur verhängte Versammlungsverbot, lange Zeit nur im Untergrund gepflegt worden. Seit Anfang der 90er Jahre des 20ten Jahrhunderts nimmt hier der Tango ein sehr dynamische Entwicklung, viele neue Milongas wurden ins Leben gerufen, so dass heute täglich ein Angebot an mindestens 15 verschiedenen Veranstaltungen besteht, Donnerstag bis Sonntag sind es sogar bedeutend mehr. Zu den wichtigsten Veranstaltungsorten in BsAs zählen:

  • Confiteria Ideal: Im holzvertäfelten Obergeschoss des "Ideal", unter goldenen Lustern und bröckelndem Verputz trifft sich das eher ältere Publikum zum Tanz (Vorsicht, Touristenfalle und beliebt bei Taschendieben).
  • Salon Canning: Freitags ist die von Omar Viola unter dem Namen Parakultural ausgerichtete traditionelle Milonga der Treffpunkt für die besten Tänzer der Stadt. Hier wird vor allem der Estilo Milonguero gepflegt.
  • La National: Eine weitere Traditions-Milonga.
  • La Viruta: Tanzparkett des Tango-Nachwuchs, Tanzstunden mit bis zu 300 Teilnehmern arten zu Massenevents aus, Tango wird regelmäßig durch Salsa und Rock'n'Roll Tandas unterbrochen, Electrotango ist hier nicht verpönt sondern Programm.

Die jeweils aktuellen Milonga-Termine und Orte sind in El Tangauta aufgeführt, der kostenlosen Tangozeitschrift, die alle wichtigen Informationen zum Thema bereit hält, unter anderem auch die meisten Unterrichtsmöglichkeiten auflistet. El Tangauta ist auf jeder Milonga zu finden und im Centro Cultural San Martin.

Weblinks



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Milonga aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


 
 
 
 

 

    » Banner
 

 

Login registrieren Suchen